Zwei ihrem Traum ein Schritt näher

Wieso schiebst du deinen
TRAUM
auf die lange Bank?

Hier ist die Lösung!

  • Viel Schiff mit noch mehr Ausrüstung für kleines Geld!
  • Geringe Unterhaltskosten = perfekt für kleine Budgets

Eigentlich haben wir mit dem Gedanken ein Boot zu kaufen abgeschlossen. Bis zu dem einen Tag, als ich unverhofft ein Mail eines Boot-Börsen-Portals erhielt. Na ja, ganz unverhofft nicht. Ich wollte den “Agenten” schon deaktivieren. Aber ich habs immer vor mich her geschoben.

Auf Einmal, ein solides klassisches Schiff. Liegt sogar im Hafen bei uns am Ort. Also gleich anschauen.
Ins Budget passt es sogar auch. Klasse! Frau überzeugen…ganz leicht.

AErste Ausfahrt...ist gekauft!lso ab und Probefahrt, denn in zwei Wochen geht es auf einen Mallorca-Törn.

Das Schiff ist gut im Schuss, stabil (Stahl halt), und immer wieder refitet worden. Vor wenigen Jahren wurde die ganze Schale sandgestrahlt und neu aufgebaut. Allerdings, an einigem nagt der Zahn der Zeit. Man sieht, das 20 Jahre nicht mehr angerührt wurde.

Der Ersteigner hat es fürs Meer gebaut. Dementsprechend wurde alles “für die Ewigkeit” gemacht. Leider hat es dann nie Salzwasser kennen gelernt. Aber tauglich dafür ist es definitiv.

Nach einer Nacht (nicht) schlafen, haben wir uns entschieden den Schritt zu wagen.
Es wird einiges zu tun geben, dessen sind wir uns bewusst. Aber die Substanz ist gut, und segeln kann man auch jetzt schon.

 

Die erste Neuerung

Was uns gleich sehr genervt hat, waren die alten Handpumpen fürs WC.
Die waren zwar sehr gut, Whale, massiv mit grossem Hebelarm. Aber 20 Jahre alt und “ausgeleiert”.

Man hätte die bestimmt wieder hinbekommen. Aber es gab schon richtig Muskelkater um einmal komplett zu spülen.

Daher haben wir als erstes gleich das WC ausgetauscht. Erste Refit-Aktion. (Mehr dazu hier).

 

Neuer Name

Wir waren schon vor dem Kauf Mitglied des lokalen Yachtclubs. Daher war es klar, dass wir es auch im Club taufen lassen.
Da uns der vorherige Name gar nicht gefiel, haben wir uns bei Neptun erkundigt, wie ein Namenswechsel gemacht werden kann.

Ein Schiff umbenennen kann den Zorn Neptuns heraufbeschwören, wobei die Betonung auf „kann“ liegt. Neptun ist der römische Gott des Meeres, bei den alten Griechen hiess er Poseidon. Ist er gut gelaunt, dann tanzen die Wellen, wenn er schläft ist die See Spiegelglatt.

Was muss man also tun um einem Schiff einen neuen Namen zu geben?

Zuerst muss das Schiff enttauft werden und der „Macoui“ abgetrennt und getötet werden. Der „Macoui“ das ist die grosse Schlange welche das Kielwasser des Schiffes bildet und fest an das Schiff geheftet ist.

Um den „Macoui“ zu töten muss man hinausfahren, gegebenenfalls in Begleitung eines zweiten Bootes. Dann trinkt jeder der Mannschaft einen grossen Schluck des Lieblingsgesöffs der Mannschaft (muss nicht unbedingt Champagner sein) und der Rest wird langsam ins Kielwasser gegossen um den „Macoui“ betrunken zu machen.

Dann wendet man sehr kurz und kreuzt dreimal durch das eigene Kielwasser um den „Macoui“ abzutrennen und zu töten. Man kann auch ein Begleitschiff bitten den „Macoui“ abzutrennen wenn das Manöver etwas schwierig ist (z.B bei Seglern). Wichtig ist so nahe wie möglich am Spiegel zu kreuzen damit der Kopf des „Macoui“ nicht überlebt.

Nach dieser Prozedur hat Neptun keine Einwände mehr um das Schiff neu zu taufen, vorausgesetzt man opfert auch Neptun einen ordentlich Schuss des Lieblingsgetränks der Mannschaft, den man steuerbords ins Wasser giesst.

Nun erst kann das Schiff umbenannt werden und es gilt, sich mit Champagner erst vom alten Namen zu verabschieden (jetzt muss es Champagner sein). Der alte Name muss überall und ausnahmslos (Bug, Heck, Rettungsringe, Rettungsboot usw.) sorgfältig entfernt werden.

Daraufhin folgt die „Libation“, wobei eine Flasche des besten Champagners, vom Bug aus, über die Planken des Schiffes gegossen wird, bis zum letzten Tropfen und ohne auch nur einen Schluck für die Besatzung. Dies glit als eine Geste des schwermütigen Abschieds und muss würdevoll vonstatten gehen. („Libation“ aus dem lateinischen „libatio“ = trinken, Gebrauch in der Antike eine Flüssigkeit, z.B. Wein, Öl oder Milch zu verschütten als Opfergabe für eine Gottheit.)

Somit braucht man für diese Zeremonie mindestens zwei Flaschen Champagner, weil hinterher die eigentliche Taufe, siehe oben, erst beginnen kann. Da das Ereignis natürlich traditionsgemäß ordentlich gefeiert werden muss, sollt man etwas mehr Champagner einplanen.

Quelle: Neptun

Der alte Name muss weg!

Der alte Name muss weg!

Der neue Name wird montiert!

Der neue Name wird montiert!

Unser Schiff trägt den Namen eines Weines: LAYA. Daher haben wir natürlich den Namensgebenden Wein verwendet, und kein Champagner. Das macht ja jeder. Neptun hats auch geschmeck.

Emotionale Taufe

 

Christian

IT Geek, Sailor, Skipper, Dreamer, Dad.

Latest posts by Christian (see all)

Leave a Reply