Der Weg zur Zulassung als Hochseeyacht

Wieso schiebst du deinen
TRAUM
auf die lange Bank?

Hier ist die Lösung!

  • Viel Schiff mit noch mehr Ausrüstung für kleines Geld!
  • Geringe Unterhaltskosten = perfekt für kleine Budgets

Damit wir mit Laya unter Schweizer Flagge auf dem Meer herumfahren dürfen, muss sie als Hochseeyacht anerkannt und eingetragen werden. Der Weg dahin, ist steinig.

Bekannterweise sind die Schweizer Gesetze fast überall strenger und Zulassungen irgendwelcher Art aufwändiger als anderswo auf der Welt. Wenn das für Autos, Häuser, etc. gilt, wieso nicht auch für Schiffe. Wir sind trotzdem auf gutem Weg, Laya bald offiziell in Salzwasser schwimmen zu lassen!

Etwas vorweg: die Zuständigen im Seeschifffahrtsamt in Basel sind sehr hilfsbereit, schnell und kompetent bei Anfragen. Vielen Dank dafür, das erleichtert einiges!
Beim Seeschifffahrtsamt in Basel werden alle Schiffe registriert, welche unter Schweizer Flagge auf den Weltmeeren unterwegs sind. Dazu gehören auch Yachten. Für diese gibt es auch eine Reihe an Anforderungen.

In unserem Fall mussten wir folgende Unterlagen einreichen und alle damit zusammenhängenden Anforderungen erfüllen:

  1. Antrag für einen “Flaggenschein”.
    In diesem Antrag müssen diverse Angaben zum Schiff und zum Eigner gemacht werden. Dieser ist dies Basis für die Zulassung.
  2. Bescheinigung für eine Haftpflichtversicherung.
    Eine Haftpflichtversicherung für das Schiff und Crew muss abgeschlossen werden. Zwingend bei einer Schweizer Versicherung (resp. in Schweizer Franken) und über mind. 5 Mio. Versicherungssumme pro Schadenfall.
  3. Ein Beleg über den Kauf einer Rettungsinsel.
    Nicht so tragisch, aber auch hier werden die teuersten Modelle mit zusätzlichem Not-Proviant gefordert.
  4. Fähigkeitszeugnis zum führen einer Hochseeyacht.
    Ohne Hochseeschein (oder ähnlicher, anerkannter Ausbildung im Ausland) kann das Schiff nicht zugelassen werden.
    Der Hochseeschein alleine beinhaltet den Segel- und Motorbootschein in der Schweiz, eine mehrstündige Theorieprüfung sowie 1000sm Praxis-Törns auf dem Meer.
  5. Ein Schweizer Pass oder Identitätskarte.
    Wer nicht Schweizer ist, kann kein Schiff unter Schweizer Flagge zulassen.
  6. Ein Gutachten über die Hochseetauglichkeit.
    Ein vereidigter und vom Amt anerkannter Gutachter muss bescheinigen, dass das Schiff Hochseetauglich ist.
  7. Kaufvertrag.
    Auch der Kaufvertrag für das Schiff muss mitgeliefert werden.

Wer das alles hat und wie wir auch Funkgeräte betreibt, muss zusätzlich Funklizenzen beantragen:

  1. Konzessionsgesuch für Funkanlage auf einer Hochseeyacht.
    Dieses Gesucht beinhaltet alle Daten zu den eingesetzten Funkgeräten und zum Eigner des Schiffes.
  2. Konformitätserklärungen.
    Zu jedem Funkgerät resp. Sender muss eine Konformitätserklärung des Herstellers beigelegt werden.
    Glücklicherweise stellen diese die meisten Hersteller auf ihrer Webseite zu Verfügung.
  3. Funkzeugnis.
    Nachweis für ein vorhandenes Funkzeugnis, mind. das Short Range Certificate. Das kann man beim BAKOM in Biel erlangen.
    Jessica und ich haben das identische Zertifikat vom britischen Anbieter, der RYA. Dieses Zertifikat ist unserer Ansicht “einfacher”, da alle Unterlagen und die Prüfung in Englisch und dadurch keine Übersetzungen ins Deutsche notwendig sind.

Und wer alle diese Punkte erfüllt hat, kann die benötigten Anträge bei den zwei Ämtern stellen.
Der Weg war lang und beschwerlich, aber wir haben alle Punkte seriös abgearbeitet und konnten alle Unterlagen nun einreichen!

Wir sind gespannt wie lange es dauert, bis die erste Rückmeldung oder gar die Bestätigung kommt.

 

Christian

IT Geek, Sailor, Skipper, Dreamer, Dad.

Latest posts by Christian (see all)

Leave a Reply