Marstal, Insel Aero, DK nach Flensburg, Stadthafen, D – Logbuch und Vlog

Marstal, Insel Aero, DK – Flensburg, Stadthafen, D

Ausgangshafen
Dänemark, Marstal, Insel Aero, Steg/Platz 7/?
Geplanter Zielhafen
Deutschland, Flensburg, Stadthafen
Zielhafen
Deutschland, Flensburg, Stadthafen, Steg/Platz C/22
Datum, Wochentag
30.06. – 01.07.2016, Donnerstag – Freitag
Leinen los
13.40 Uhr, 30.06.2016, Donnerstag
Leinen fest
01.45 Uhr, 01.07.2016, Freitag
Wind
WSW, 3-22.6 kn
Welle
0.1-2.0 m
Wetter
bewölkt, regnerisch, eine Gewitterzelle
Kurs, Segelführung
Hart am Wind, Gross1. und 2. Reff, Genua 1/2 bis voll, Kreuzen 157° und 288°Wir kamen einfach nicht an den Wind ran, so hat Jessica um 17.45 Uhr entschieden die Segel zu bergen und nach Deutschland zu Motoren. Zusätzlich flaute der Wind ab und wir kamen nur noch mit ca. 1.8- max. 3.5 kn Speed voran.
Motor
23.8-33.2 h
Log
58.4 nm
Max. Speed
7.3 kn
Ablauf
13.40 Uhr bis 16.45 Uhr unruhige See, Dünung vom Vortag/Nacht, wir versuchten an den Wind ranzukommen und zu kreuzen.
Es wurde eine heftige Gewitterzelle durchsegelt. Amyra musste grad in diesem Moment heftig erbrechen und wir waren abgelenkt. Der Wind drehte kurz oder einer streifte das Bedienpanel des Autopiloten und wir drehten unfreiwillig bei.
Ca. 17.00 Uhr legte sich Christian in die Koje und übernahm nachher die EInfahrt in die Flensburger Förde um ca. 20.45 Uhr.
Um 17.45 Uhr beruhigte sich die See und es wurde der Motor gestartet. Bis zum Abendbrot verbrachten Jessica und Amyra die Zeit mit Spielen und Singen im Cockpit.
Ca. 20.00 Uhr beginnt Jessica mit Abendessen kochen, Nudeln und Tomatensauce.20.45 Uhr essen alle drei mit viel Hunger.
21.50 Uhr Einfahrt in Flensburger Förde.
22.15 Uhr Amyra schläft.
22.30 Uhr Jessica schläft.
01.00 Uhr Jessica wird geweckt für die Vorbereitungen zum Festmachen.
01.45 Uhr erfolgreiches Anlegen in Flensburg.
02.30 Uhr alle Schlafen.
Ausfälle, Materialverlust, Verbesserungspunkte
Nachdem Jessica um ca. 17.45 Uhr die Segel geborgen hat und sich auf dem Vorschiff bewegte, waren die Seitenwanten ziemlich locker und boten ihr nur noch sehr wenig halt. Da muss dringend an allen sechs Wanten auf den Seiten eine Sicherung hin.
Jetzt auf dem Meer wird das ganze Rigg so richtig beansprucht. Auf dem Bodensee in der Schweiz bekam Laya nie die volle Packung Wetter ab wie hier und es gilt noch so einiges zu optimieren, sodass wir auf mehrtägigen Schlägen die Fehlerquelle und Materialverlust auf ein Minimum reduzieren können.
Beim Anlegemanöver in Flensburg (Jessica fährt) klemmte die Pinne Richtung Steuerbord und kann nur noch max. 2/3 eingeschlagen werden. Das erschwerte das Wenden an Ort in der engen Gasse ungemein. Es zeigte sich, dass die Schäkel und das Drahtseil für die Ausreisssicherung des Autopiloten Steuerbords verdreht und dadurch verkürzt waren. Evtl. sollte ein kurzer Blick in die Backskiste vor dem Einlaufen gemacht werden.
Positives
Die Nachtfahrten (halbe Nächte) gaben uns wieder mehr Sicherheit und wir haben so einiges gelernt.
Mit unserem Startrevier Ostsee haben wir eine sehr gute Entscheidung getroffen, es ist wie unsere Hauptprobe für die Nordsee, Atlantik und evtl. sogar Pazifik. So langsam wird Laya durch und durch eine Blauwassersegelyacht.
Wache
Bis ca. 20.45 Uhr Jessica, dann Christian bis 01.00 Uhr, danach bis Ankunft beide.
Familie
Amyra seekrank, trotz Zäpfchen. Hat aber immer wieder zwischendurch gegessen und getrunken und zum Glück nicht mehr alles ausgespuckt. Als die See sich beruhigte taute sie augenblicklich wieder auf und verschlingte Banane, Teigwaren und Schokolade. Sie erholt sich immer wieder am schnellsten. Sie spielte gute zwei Stunden im Cockpit während Mamis Wache (unter Motor) ganz friedlich. Zu unserem Glück kann sie sich auch in ihrer Koje gut mit Spielsachen beschäftigen. Dieses mal blieb ihr Bett komplett sauber.
Jessica hat aus den Fehlern vom Vortag gelernt und nur Leichtverdauliches gegessen und primär Coke Zero (wenig Wasser) getrunken. Ihr ging es blendend und freute sich über das Sein auf dem Meer. Die Restmüdigkeit vom Vortag war noch zu spüren.
Christian hatte ordentliche Bauch-/Magenbeschwerden, jedoch nicht richtig Seekrank. Die erstmals eingenommene Tablette gegen Seekrankheit war für ihn eher kontraproduktiv. Hat viel gedöst/geschlafen.
Sonstiges
Auf unserer Route waren kaum Schiffe unterwegs.
Die unbekannte Tonne vom Vlog, welche wie gesagt rot/weiss war, entpuppte sich natürlich als 22m hohen Leuchtturm beim Eingang in die Förde. :-) Sie schien so nah, auf halber Strecke zum Leuchtfeuer.
 Fazit
AIS ist echt was tolles.
Nachtfahrten sind konzentrationsfordernd und anfänglich ist es schwierig alles Geblinke und Leuchten richtig zuzuordnen, aber trotzdem speziell und schön.
So einiges haben wir wieder mitgenommen auf diesen gut 58 Seemeilen.
Auf dem Bodensee rennen alle bei 15 kn Wind in den Hafen, hier oben fängt das Segeln bei diesem garstigen Sommeranfang erst da an.
Seekrankheit: Amyra und Christian erwischt es schnell und nichts scheint wirklich zu helfen. Wir denken, da müssen wir einfach ohne Zaubermittelchen durch.
Theoretisch und auf dem Kartenmaterial sah der geplante Törn unter Segel so schön und perfekt aus. Die Realität ist dann meist doch etwas eine andere und es gilt zu beobachten, entscheiden und flexibel zu bleiben.

Viel Spass mit unserem ersten VLOG:

Jessica

Jessica

Capitana @ SY Laya, Mommy, Labortussi, Funkerin, responsible for all medical questions
Jessica

2 thoughts on “Marstal, Insel Aero, DK nach Flensburg, Stadthafen, D – Logbuch und Vlog

  1. Hallo Ihr drei Sturm-Möven.
    In Sachen Seekrankheit gab es für Erwachsene “STUGERON” flüssig. Es hatte uns mit Abstand am besten geholfen und wäre eventuell ein Tipp für Christian. Vielleicht gibt die flüssige Variante noch, sie wirkt sehr schnell und besser als die Tabletten.
    Grüessli a alli “Däni”

    1. Hoi Däni
      Stugeron hilft bei uns gar nicht. Wir haben mittlerweile noch andere Ideen und Wege gefunden.
      Herzlichen Dank für deine Idee.
      Grüsse
      Crew der SY Laya

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