Neue Ankerwinde

Die alte Winde

Als wir die alte Ankerwinde (manuell) nach dem Kauf das erste Mal einsetzen wollten, scheiterten wir kläglich.
Es bewegte sich gar nichts! Weder noch noch runter noch sonst irgendwie.

Wir entschlossen uns die komplette Ankerwinde abzubauen und zu revidieren.
Leider stellte sich heraus: alles verrostet und verklebt vom Fett.
Wahrscheinlich hat die Winde schon Jahre niemand mehr benutzt.

Also, eine neue muss her.
Wir Ankern sehr gerne, deshalb brauchen wir auch was “gescheites”.
Die Wahl fällt nach längerer Recherche auf eine Lofrans Tigres Elektro-Winde, mit Fernbedienung!
Der Motor ist senkrecht angeordnet und ist unter Deck. Dies bedingt ein grösseres Loch im Deck, dank unserem tollen Metallbauer aber eine kleine Sache.

Herausforderungen

Ankerkasten

Frevel im Ankerkasten! Alles Holz!

Frevel im Ankerkasten! Alles Holz!

 

Leider ist auch der Ankerkasten mit Holz ausgekleidet, welches komplett morsch ist.

Ausserdem hat sich herausgestellt, dass die Lenz-Löcher für das Wasser welches sich im Ankerkasten sammelt, höher liegen als der Boden.

Das heisst, das Wasser kann nicht komplett abfliessen. Daher konnte wohl auch das Holz überhaupt so nass werden.

Glücklicherweise gibt es auch hier unter dem Holz auch auch an den Seitenwänden kaum Rost.

Trotzdem wird analog des Decks die ganze Grundierung entfernt und mittels Korrosionsschutzfarbe und zwei weiteren Anstrichen neu aufgebaut.

 

Damit das Wasser künftig auch richtig abläuft, wurde mittels einer wasserfesten Schaumstoffplatte der Boden höher gesetzt und mit Epoxy ausgekleidet.

Zum Schluss wurden der Boden sowie die Seitenwände mittels zugeschnittenen Kunststoffplatten (wie man sie für Veranda-Böden verwendet) geschützt.

Stromversorgung

Die elektrische Ankerwinde benötigt einiges an “Power”. Bis zu 90A können kurzfristig fliessen.
Das Problem bei solch hohen Strömen ist der Kabel-Querschnitt der benötigt wird.
Deshalb wird idealerweise eine separate Batterie möglichst naher an der Ankerwinde montiert, damit das Kabel dünner und kürzer ausfallen kann.
Allerdings muss natürlich auch diese Batterie geladen werden.

Auf der Laya haben wir eine Starterbatterie (Blei) und eine Versorgerbatterie (Gel). Für die Ankerwinde sollte eigentlich keine Gel-Batterie verwendet werden, da diese nicht für solche kurzfristigen, hohen Ströme ausgelegt sind. Besser wäre eine Blei-Batterie wie sie für den Motorstart verwendet wird. Allerdings sollte für die Ankerwinde auch nicht die Starterbatterie verwendet werden, weil dann im schlimmsten Fall der Motor nicht mehr anspringt.

Allerdings: Ankermanöver fährt man sowieso immer mit laufendem Motor. Und dann wird die Batterie direkt wieder mit unserer 50A LiMa nachgeladen.

Sicherung Ankerwinde

Sicherung Ankerwinde

Deshalb haben wir uns dafür entscheiden die Starterbatterie für die Ankerwinde zu verwenden. Dazwischen wird eine separate Sicherung geschalten, welche immer herausgenommen wird wenn die Ankerwinde nicht bedient wird.

Ein Test hat auch gezeigt, dass wenn die komplette Kette elektrisch gefiert und wieder eingeholt wird ohne das der Motor läuft, lässt sich dieser anschliessend problemlos starten.
Für den Notfall gut zu Wissen!

 

 

 

 

Das Relais für die Schaltung (auf/ab) der Ankerwinde wird im Ankerkasten wassergeschützt eingebaut.
Ebenso die Steuereinheit für die Fernbedienung.

Endergebnis

Die fertig Montierte Ankerwinde siehst nun so aus:

SY LAYA neue Ankerwinde

SY LAYA neue Ankerwinde

 

 

Christian

IT Geek, Sailor, Skipper, Dreamer, Dad.

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