Raspberry Pi als Plotter

Wieso schiebst du deinen
TRAUM
auf die lange Bank?

Hier ist die Lösung!

  • Viel Schiff mit noch mehr Ausrüstung für kleines Geld!
  • Geringe Unterhaltskosten = perfekt für kleine Budgets

Auf der Suche nach einem geeigneten Plotter bin ich ab den Preisen erschrocken, die Raymarine und co so verlangen. Ist ja auch nichts anderes als ein PC. Da habe ich mir gedacht, machst eben selbst ein Plotter. Low Budget aber funktional.

Der Ansatz ist wie folgt:
Der NMEA Bus (in meinem Fall NMEA 2000) wird von einem Computer “angezapft” und stellt die empfangenden Daten dar. Oder noch besser, gibt wie weiter z.B. an mein iPad.

Nach diversen Recherchen habe ich mich für eine Lösung mit einem Raspberry Pi entschieden. Der hat allerdings einen ARM Prozessor, aber die Community ist riesig und es gibt alle bekannteren Tools bereits. Nicht zuletzt deshalb, weil das Ding unter ubuntu läuft. Ausserdem verbraucht er nur wenige 100 mA Strom.

Grundkenntisse von Linux und Konsolen, SSH etc. sollte vorhanden sein, kann aber auch ganz einfach gelernt werden. Es gibt genug Webseiten und Youtube Filme die helfen.

Was braucht man (mindestens):

  1. Eine SD Card:
    Ich habe eine SDSDU-008G-U46 genommen, es gehen aber auch andere. Eine Übersicht gibt es hier: http://elinux.org/RPi_SD_cards.
    Allerdings hatte ich grosse Probleme mit der Kingston SD103G 8GB Elite, obwohl die als kompatibel genannt wird.
  2. Ein Raspbarry Pi:
    Am besten Model B mit 512MB RAM. Gibts überall im Netz zu finden.
  3. Netzteil:
    Netzteil um den RasPi zu betrieben, er bekommt Strom über ein Micro-USB Stecker. (Hinweis: Micro USB 3.0 gehen nicht!).
    Am Besten ein Netzteil wie sie für Handys zum Einsatz kommen mit USB-A Buchse und 12V / 1A Ausgangsleistung. Dann ein USB Kabel mit USB-A Stecker und USB-Micro auf der anderen Seite.
  4. WLAN Stick:
    Für unser Vorhaben noch ein WLAN-Stick, damit wir Plotter-Daten auch auf dem Tablet empfangen können.
    Ich habe einen mit einem Realtek 8188CUS Chipsatz verwendet. Da ist leider etwas Handarbeit erforderlich, wenn er als W-LAN Accesspoint funktionieren soll, aber es geht.
    Es wäre auch möglich einen kleinen Bildschirm anzuschliessen und z.B. OpenCPN für die Anzeige zu verwenden. Dann könnte auf WLAN verzichtet werden. Auf der anderen Seite könnte der WLAN Stick später auch als Router für Internet via 3G fungieren. Zu beiden Themen aber später mehr.
  5. NMEA Schnittstelle:
    Um NMEA Datensätze überhaupt empfangen zu können, muss eine Schnittstelle her. Wer NMEA0183 verwendet, kann ganz einfach mit einem Serial-to-USB Adapter arbeiten. Wer wie ich bereits NMEA2000 einsetzt, braucht ein Gateway, da die aktuellen Apps und Navi-Programme die neuen Datensätze noch nicht unterstützen.
    Das wohl beste und (im Verhältnis) günstigste ist ein Actisense Gateway (NGW-1). Dieser setzt NMEA0183 Datensätze in NMEA2000 um, und umgekehrt. Hinweis: Es werden nicht alle Datensätze unterstützt. Eine Übersicht gibts hier.
    Ich habe die USB Variante genommen, da diese direkt am RasPi angeschlossen werden kann.
  6. Kleinigkeiten:
    Weiter benötigt man mind. für einen ersten Start und das Aktivieren von SSH einen Bildschirm mit HDMI Anschluss und eine USB Tastatur. Ausserdem wäre ein Ethernet Kabel sinnvoll um via SSH (Fernzugriff) auf den Raspi verbinden zu können.

So, dass sind die Grundlagen resp. Minimalanforderungen.

Wie das Ganze aufgesetzt wird, im nächsten Teil.

Christian

IT Geek, Sailor, Skipper, Dreamer, Dad.

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