Segeln bis kurz vor der Geburt

Wieso schiebst du deinen
TRAUM
auf die lange Bank?

Hier ist die Lösung!

  • Viel Schiff mit noch mehr Ausrüstung für kleines Geld!
  • Geringe Unterhaltskosten = perfekt für kleine Budgets

Aus verschiedenen gesundheitlichen Gründen konnte ich ab der 31. SSW nicht mehr arbeiten, da fällt einem mit der Zeit die Decke auf den Kopf.

Lange war ich mir unsicher, wie das funktionieren soll mit dem dicken Babybauch auf einem 10m-Segelschiff. Es hat funktioniert! Die Club-Fahrtenwoche (Juli 2014) haben wir für unseren letzten Urlaub als kinderfreies Paar genutzt.

Das Wetter brachte uns von allem etwas: Sonnenschein, Wind, Regen. In mein Ölzeug habe ich schon länger nicht mehr reingepasst. Da schnappte ich mir das Männerölzeug Grösse M TBS von meinem Papa. Es passte wunderbar. Äusserst praktisch ist die Erweiterung in der Hose am Bauch, der Reisverschluss ging natürlich nicht mehr zu. Die Jacke konnte ich noch schliessen.

Geschlafen wurde mit Stillkissen und Bauchstützkissen. In die Bugkojen konnte ich mich nicht mehr quetschen, so schlief ich in der seitlichen Salonkoje, welche reichlich Platz und Freiraum bietet.

Der schönste Effekt für mich war das Schwanken. Plötzlich war mein starker Schwindel weg. Ob sich das wohl irgendwie gegenseitig aufgehoben hat? Mein doch sehr tiefer Blutdruck hat sich anscheinend wieder etwas normalisiert. Die Schmerzen durch Babys Köpfchen an meinen Rippen (Beckenendlage) wurde erträglicher: auf dem Segelschiff gibt es immer etwas zu tun und ist vermehrt abgelenkt.

Unsere Arbeitsteilung hat sich anders gestaltet. Ich am Ruder, Christian überall sonst. Beim Einfahren in den Hafen Konstanz haben mich unangenehme Übungs- bzw. Senkwehen erfasst, da musste ich kurz die Pinne abgeben.

Das baden im kühlen Nass mit einer Wasserhängematte kann ich nur weiter empfehlen. Ist total entspannend.

Mittwochmorgens sind wir im Heimathafen eingelaufen, am Freitagmorgen hat Amyra das Licht der Welt erblickt (schlussendlich ein geplanter Kaiserschnitt).

 

Mein Fazit:

  • Kein Stress. Sich Zeit lassen.
  • Unsere Laya ist perfekt geeignet: stabil und wenig Krängung, ich fühle mich wohl und behaglich an Bord, Vertrauen in unser Segelschiff, das Schiff gut kennen.
  • Ja, natürlich habe ich alle Geburtskliniken rund um den Bodensee abgecheckt. :-) Notfall-/Beratungsnummern im Handy abspeichern.
  • Viele Kissen einpacken.
  • Während der Club-Fahrtenwoche hat es immer genügend helfende Hände. Vieles ist organisiert, den Hafenplatz auf sicher.
  • An Bord/im Hafen habe ich mich automatisch ruhiger, langsamer und bedachter bewegt.
  • Die Möglichkeit jederzeit nach Hause zufahren schaffen. (ÖV, Taxi,…)
  • Wetterlage im Auge behalten. Bei ersten Anzeichen von Angst oder Unbehagen im Hafen bleiben.
  • Ich würde es wieder tun.

IMG_0126

Jessica

Jessica

Capitana @ SY Laya, Mommy, Labortussi, Funkerin, responsible for all medical questions
Jessica